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Ausgehend von einem Entwicklungsszenario des Zollverein-Areals für den einem Zeitraum der nächsten 30 Jahre wurde eine Rahmenplanung für die Verwirklichung des »Hotels Zollverein« erarbeitet.
Das Konzept des Entwurfes ist ein räumlicher Planungsprozess der freien Sukzession auf dem Gelände. Es wird ein Freiflächenmanagement erarbeitet, das spezifische Ortstypen vorhersagt und darin den Hotelbau und seine Peripherie integriert. Die postindustriellen Vegetationsstrukturen sind das bestimmende Bild der Umgebung.
Hotel
Das Hotel, in seiner Ausführung als Tagungsort, bildet den Kern der Arbeit. Das 130m lange Bauwerk hält 150 Zimmer, Bar, Lobby, Restaurant sowie 10Suiten und die Konferenzsäle vor. Eine große Glasfuge lässt die zerborstene Skulptur in die Landschaft zergehen. Das Tagungshotel wird durch die Umnutzung der beiden, historischen Kühltürme inhaltlich ergänzt.
Lichtspielhaus
Als aufgeschütteter Hügel erscheint das SPA, das Lichtspielhaus als Senke im Freiraum.
Der östliche »Kühlturm 2« erweitert das Konferenzangebot als Freifläche für Großveranstaltungen wie Vorträge, Live-Präsentationen oder Sport-Events. Darüber hinaus ist er als Liegewiese, Freiluftkino & Konzertbühne nutzbar
Spa
Das Spa ist eine, bis in eine Tiefe von 10m eingegrabene, zweietagige Sauna- & Fitnessanlage mit Schwimmbad, Solarium und Massage. Darüber spannt sich ein seitlich belichtetes Kuppeldach an der Stelle, wo sich vorher der Kühlsumpf befand. Die »light holes« verbinden Innen- mit Außenraum und tragen das Licht - & Schattenspiel des historischen Tragwerkes bis in das innerste der Anlage.
»Es gibt hier keine Thermalquelle wie bei Zumthor in Vals sondern lediglich die Atmosphäre des Ortes.«
Gasometer
Eine Wiederbelebung mit neuem Nutzen ist für den Gasometer vorgesehen. Zum eine ist nach der Umgestaltung sein abgeschlossener Außenraum variabel nutzbar für Open-Air-Events, Vorträge, Lesungen, Ausstellungen als Bühne & Showroom. Viel wichtiger aber, der Gasometer erhält seine Funktion als Energiespeicher für die Nutzung des Grubengases zurück – nur in zeitgemäßer Form.
Neue Gartenplanung
Die Freiraumplanung ist ein dekonstruktivistischer Entwurf aus Linien (Abbruch-Stahlträger liegen quer in der Struktur), Flächen (»wilde Wiese«, mit klar nachgeschnittenen Kanten) & Punkten (vereinzelt stehende Bäume).
Ruinen
Zur Erschließung des Hotelgeländes wird eine Schneise quer durch das Sukzessionsgebiet geschlagen. Im Wege stehende Bauwerke werden durchbrochen. Zur Beschleunigung der Renaturierung werden Gebäude z.T. bis auf Außenwände demontiert & Pioniergehölze eingebracht.
Diese Arbeit wurde für eine Ausstellung auf der »ExpoReal«, der 8. Internationale Fachmesse für Gewerbeimmobilien 2005, in München, nominiert.
Auslastungsszenario als Jahresablaufplan zur Grundrisskonzeption
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Name
Client
Type
Media
Year
S503
Hotel Zollverein
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educational project
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2005